5 Insidertipps für Deine Bewerbung

Kämpfst Du während der Stellensuche mit dem Gefühl, im freien Fall zu sein? Alles eine Frage des Glücks, ob Du es mit Deiner Bewerbung schaffst und zum Interview eingeladen wirst? Dann ist es höchste Zeit, dass Du Dir diese 5 Insidertipps verinnerlichst, damit Du Deine Chancen auf den Traumjob steigerst!

TalentWorks hat eine umfangreiche Studie zum Thema «Die Wissenschaft der Job Suche» veröffentlicht, welche sich auch auf den Schweizer Stellenmarkt übertragen lässt. Das Team hat eine Unmenge an Daten zusammengetragen und daraus wichtige Erkenntnisse gewonnen. Dabei haben sie 35 Schlüsselfaktoren gefunden und 5 davon möchte ich Dir hier vorstellen. Sie sind ganz leicht umsetzbar und ich bin mir sicher, dass Du Deiner Bewerbung damit einen wirkungsvollen Boost verpassen kannst:

 

1. Eine Zahl spricht mehr als tausend Worte (70% Boost)

2. Der frühe Vogel fängt den Wurm (89% Boost)

3. 50% sind gut genug (192% Boost)

4. Plane Deine Stellensuche frühzeitig (149% Boost)

5. Wie hoch stehen Deine Chancen den Job tatsächlich zu bekommen?

1. EINE ZAHL SPRICHT MEHR ALS TAUSEND WORTE – 70% BOOST

Der Lebenslauf als Herzstück Deiner Bewerbung soll nicht nur eine Abhandlung von langweiligen Fakten sein. Er soll dem Leser auf die Sprünge helfen, worin Du ein echtes Genie bist. Und weil Du das Denken nicht der HR Fachperson überlassen solltest, also das Verknüpfen Deines beruflichen Hintergrunds mit den Zielen, die Du erreicht hast, solltest Du deutlich formulieren, welche Ergebnisse Du auf Deinem Erfolgskonto verbuchen konntest.  

Lies den folgenden Satz: Für welchen der beiden Bewerbern würdest Du Dich entscheiden?

Umsatzsteigerung von 31% dank Reduktion der Antwortzeiten von Kundenanfragen um 3 Stunden.

 

Durch Reduktion der Antwortzeiten von Kundenanfragen konnte ich den Umsatz steigern.

Ganz klar, Du hättest wahrscheinlich am ersten Bewerber mehr Interesse. Denn mit Zahlen, Werten und Grössen assoziieren wir ein bestimmtes Bild in unserer Vorstellung. Es macht die Aussage greifbar, wir können uns etwas darunter vorstellen. Deshalb ist es einfach super wichtig, Deine Berufserfolge zu quantifizieren und messbar zu machen. So hilfst Du dem Leser zu erkennen, dass er mit Dir eine echte Arbeitskraft erhält, die etwas bewegt und viel leisten wird.

 Viele Bewerber argumentieren, sie hätten keine messbaren Zahlen vorzuweisen. Das mag sich subjektiv so anfühlen, ist aber nur die halbe Wahrheit, denn schliesslich arbeiten wir alle im Zeit-für-Geld Modus. Das bedeutet, unsere beruflichen Rahmenbedingungen sind bereits in messbaren Grössen eingebettet. Hier ein paar Beispiele, wie Du Deine Leistungsausweis in Zahlen ausdrücken kannst:

  • Steigerung der Kundenzufriedenheit um 30% durch proaktive Nachbearbeitung der Kundenanfragen.
  • Reduktion der Durchlaufzeiten um 15% durch verbesserte Abstimmung mit der Logistikabteilung.
  • Reduktion der Supportanfragen um 8% aufgrund verbesserter interner Kommunikation mit den Aussendienstmitarbeitern.
  • Effizienzsteigerung der Reinigungsarbeiten und daraus resultierender Umsatzgewinn von monatlich 15’000 CHF.
  • Täglich 150 Kundenanrufe getätigt mit dem Ziel,  die Erweiterung des Portefeuilles voranzutreiben und die Markenbekanntheit auszubauen.

2. Der FRÜHE VOGEL FÄNGT DEN WURM (89% Boost)

Es ist Samstagnachmittag. Endlich findest Du die Zeit ein paar Stellenportale zu durchforsten. Du bist zwar nicht aktiv auf Stellensuche, spielst aber mit dem Gedanken etwas Neues zu wagen und aus dem Alltagstrott Deines Jobs auszubrechen. Einfach mal zu schauen was passiert, wenn Du Dich unverbindlich bewirbst. Und wenn es nicht klappt, macht es ja auch nichts. Du hast ja einen Job.

Und da entdeckst Du ihn –  Deinen absoluten Traumjob! Das Herz schlägt plötzlich schneller, in Deinem Kopf schiessen Gedankenblitze hin und her und Du spürst plötzlich ganz deutlich, ja ich will diesen Job!

Du haust gleich in die Tasten, verpasst Deinem verstaubten Lebenslauf ein Lifting und brütest ein aussagekräftiges Motivationsschreiben aus.

Nach gefühlten 7 Stunden ist es vollbracht und Du hast es geschafft, die Bewerbung noch vor Deinem Samstagabendprogramm zu versenden.

Schade. Du hast gerade Deine Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, auf ein Minimum reduziert!

TalentWorks hat nämlich herausgefunden, dass es eine grosse Rolle spielt, zu welchem Zeitpunkt Du Deine Bewerbung versendest. Die grössten Chancen auf Erfolg hast Du, wenn Deine Bewerbung am Montag das Postfach des Personalers erreicht. Dienstag und Mittwoch sind auch noch OK, aber versende Deine Bewerbung lieber nicht gegen Ende der Woche oder gar am Wochenende.

Und nicht nur der Wochentag spielt eine erhebliche Rolle: Die Studie hat auch bewiesen, dass die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung mit der Uhrzeit korrelieren (89% Boost). Brenne Dir diesen Indsidertipp ins Gedächtnis und versende Dein Bewerbungsdossier nie nach 10 Uhr morgens.

Das macht aus menschlicher Sicht sehr viel Sinn: Am morgen sind Personaler frisch, leistungsbereit und möchten Pendenzen möglichst schnell erledigen. Zudem hast Du vor 10:00 Uhr weniger Konkurrenz, denn die Mehrzahl der Bewerber meldet sich zwischen 10:00 Uhr und 15:00.

«Dr ender isch dr gschwinder» – dieses Berndeutsche Sprichwort gilt auch für den Bewerbungsprozess. Deine Bewerbung sollte innerhalb der ersten 4 Tage nach Erscheinen des Stelleninserats beim Arbeitgeber eingereicht werden.

Bewerbungen auf den letzten Drücker, also in der Woche vor Einsendeschluss sind nahezu chancenlos. Je grösser Deine Konkurrenz, desto mehr Möglichkeiten hat ein Recruiter, Deine Bewerbung mit derjenigen eines Top-Kandidaten zu vergleichen, bevor er Dich aussortiert, oder eben nicht.

Anstatt Deinen Ersteindruck gegen 5 oder 10 Bewerber messen zu müssen, musst Du Dich vielleicht bereits gegen 50 erstklassige Kandidaten durchsetzten. Erspar Dir den Schlussspurt und richte Dir lieber Job-Abos ein oder mach es Dir zur Gewohnheit, täglich auf dem Stellenportal Deiner bevorzugten Firma vorbeizuschauen.

3. 50% sind gut genug (192% Boost)

Du hast bestimmt schon das eine oder andere Mal beim Lesen der Stellenanforderungen den Kopf geschüttelt, oder? Was da alles verlangt wird, kann nicht mal die eierlegende Wollmilchsau anbieten!

Du hast das Gefühl, dass Du nicht mal die Hälfte der Anforderungen abdeckst und bewirbst Dich nicht. Speziell wir Frauen tendieren dazu, uns nur zu bewerben, wenn wir mindestens elfundneunzig Prozent der Anforderungen erfüllen.

Falsch gedacht! Die Studie von TalentWorks hat ganz klar bewiesen, dass Du «nur» 50% der Anforderungen erfüllen musst, um richtig gute Chancen zu haben. Ab 60% Abdeckung der Stellenanforderungen werden interessanterweise Deine Chancen nicht grösser. Konkret heisst das:

  • Erfüllst Du 40-50% der Anfroderungen, steigen Deine Einladungschancen um 85%
  • Bei 50-60 % steigt Deine Erfolgschance um 192%
  • Erfüllst Du mehr als 60% macht das keinen grossen Unterschied mehr

Was lernst Du daraus? Bewirb Dich unbedingt, auch wenn Du nur die Hälfte der Stellenanforderungen erfüllst!

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4. Plane Deine Stellensuche frühzeitig (149% BOOST)

Du ahnst es vielleicht schon: Ja, es hat einen Einfluss darauf, einen sogar erheblichen, ob Du Dich in ungekündigter Anstellung befindest oder ob Du Dich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewirbst.

Laut TalentWorks hast Du um 149% höhere Chancen im Bewerbungsprozess, wenn Du Dich zur Zeit der Stellensuche noch in einem Angestelltenverhältnis befindest.

Darum ist es wichtig, schon bevor der Leidensdruck in Deinem aktuellen Job unerträglich wird und Du künden willst, Deine Bewerbungsunterlagen einsatzbereit zu haben und Dich zu bewerben.

Natürlich gibt es Momente, in denen Du künden solltest, auch ohne eine gesicherte Folgestelle. Und zwar dann, wenn Deine physische oder psychische Gesundheit sehr darunter leidet. Solche Beweggründe entwickeln sich aber nicht über Nacht und sind absehbar. Bereite Dich also frühzeitig vor, wenn Du in Deinem Job keine Erfüllung mehr findest, Dich nicht weiterentwickeln kannst oder eine neue Herausforderung brauchst. Brauchen und Suchen sind nämlich zwei verschiedene Paar Schuhe – auch aus Sicht eines Personalers.

5. Wie HOCH stehen Deine Chancen den Job tatsächlich zu bekommen?

Der heutige Bewerbungsprozess gleicht einem Marathon. Wenn Bewerber 2008 täglich rund 2.5 Stunden für die Jobsuche investierten ist diese Zahl 2017 um eine ganze (Lebens-)stunde gestiegen. So wird die Stellensuche quasi zu einem Teilzeitjob in sich. Einerseits prüfen Bewerber intensiver, bei welchem Arbeitgeber sie sich verpflichten möchten und andererseits erhalten Arbeitgeber pro Stellenausschreibung eine grössere Anzahl an Bewerbungen. Das bedeutet für Dich, dass Du Dich auch auf mehr Stellen bewerben musst als vor 10 Jahren, weil Du automatisch mehr Absagen bekommst.

Wie realistisch stehen nun Deine Chancen, nach der ersten Hürde, dem Vorstellungsgespräch, tatsächlich den Job zu bekommen? *Trommelwirbel* – bei mageren 2%!

Uff, das musst Du nun erstmal ein wenig verdauen, ich weiss. Aber eine Kehrseite hat auch immer etwas Glanz: Mit dem Wissen um die geringen Chancen kannst Du die zahlreichen Absagen viel leichter annehmen!

Bewerbungsabsagen strapazieren das Selbstwertgefühl, was sich wiederum in Deiner Motivation und sogar in den Texten Deiner Unterlagen widerspiegelt.

Ein positives Mindset ist aber enorm wichtig, um Türen zu öffnen, neue Wege zu gehen und kreativ zu sein. Lass Dich also von den Absagen nicht entmutigen!

Als Richtwert, je nach Branche und Erfahrung, kannst Du davon ausgehen, dass Du ca. 150 Bewerbungen versenden musst, ehe Du tatsächlich einen Vertrag unterschreibst.

Zusammenfassung

Hier noch einmal die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Studie: 

  • Quantifiziere Deinen beruflichen Hintergrund mit Kennzahlen
  • Versende Deine Bewerbung an einem Montag, vor 10:00 Uhr vormittags und tue es innerhalb der ersten 4 Tage nach Erscheinen des Inserats.
  • Bewirb Dich in jedem Fall, wenn Du 50% der Stellenanforderungen erfüllst
  • Nimm Absagen nicht zu ernst – Deine Chancen den Job zu bekommen stehen bei «nur» 2%
  • Halte Deine Bewerbungsunterlagen jederzeit aktuell und plane Deinen Stellenwechsel frühzeitig

Abschliessend möchte ich Dir noch sagen, dass es noch viele andere Faktoren gibt, die über den Erfolg oder eine Absage entscheiden. Wichtig ist, dass Du diejenigen Faktoren identifizierst, die in Deinem Wirkungsbereich liegen und Du Deine Bewerbungsstrategie gezielt darauf ausrichtest.

 

 

Quellenangaben: The Definitive Guide to the Science of the Job Search — 2018 In Review

Kämpfst Du während der Stellensuche mit dem Gefühl, im freien Fall zu sein? Alles eine Frage des Glücks, ob Du es mit Deiner Bewerbung schaffst und zum Interview eingeladen wirst? Dann ist es höchste Zeit, dass Du Dir diese 5 Insidertipps verinnerlichst, damit Du Deine Chancen auf den Traumjob steigerst!

TalentWorks hat eine umfangreiche Studie zum Thema «Die Wissenschaft der Job Suche» veröffentlicht, welche sich auch auf den Schweizer Stellenmarkt übertragen lässt. Das Team hat eine Unmenge an Daten zusammengetragen und daraus wichtige Erkenntnisse gewonnen. Dabei haben sie 35 Schlüsselfaktoren gefunden und 5 davon möchte ich Dir hier vorstellen. Sie sind ganz leicht umsetzbar und ich bin mir sicher, dass Du Deiner Bewerbung damit einen wirkungsvollen Boost verpassen kannst:

 

1. Eine Zahl spricht mehr als tausend Worte (70% Boost)

2. Der frühe Vogel fängt den Wurm (89% Boost)

3. 50% sind gut genug (192% Boost)

4. Plane Deine Stellensuche frühzeitig (149% Boost)

5. Wie hoch stehen Deine Chancen den Job tatsächlich zu bekommen?

1. EINE ZAHL SPRICHT MEHR ALS TAUSEND WORTE – 70% BOOST

Der Lebenslauf als Herzstück Deiner Bewerbung soll nicht nur eine Abhandlung von langweiligen Fakten sein. Er soll dem Leser auf die Sprünge helfen, worin Du ein echtes Genie bist. Und weil Du das Denken nicht der HR Fachperson überlassen solltest, also das Verknüpfen Deines beruflichen Hintergrunds mit den Zielen, die Du erreicht hast, solltest Du deutlich formulieren, welche Ergebnisse Du auf Deinem Erfolgskonto verbuchen konntest.

Lies den folgenden Satz: Für welchen der beiden Bewerbern würdest Du Dich entscheiden?

Umsatzsteigerung von 31% dank Reduktion der Antwortzeiten von Kundenanfragen um 3 Stunden.

 

Durch Reduktion der Antwortzeiten von Kundenanfragen konnte ich den Umsatz steigern.

Ganz klar, Du hättest wahrscheinlich am ersten Bewerber mehr Interesse. Denn mit Zahlen, Werten und Grössen assoziieren wir ein bestimmtes Bild in unserer Vorstellung. Es macht die Aussage greifbar, wir können uns etwas darunter vorstellen. Deshalb ist es einfach super wichtig, Deine Berufserfolge zu quantifizieren und messbar zu machen. So hilfst Du dem Leser zu erkennen, dass er mit Dir eine echte Arbeitskraft erhält, die etwas bewegt und viel leisten wird.

Viele Bewerber argumentieren, sie hätten keine messbaren Zahlen vorzuweisen. Das mag sich subjektiv so anfühlen, ist aber nur die halbe Wahrheit, denn schliesslich arbeiten wir alle im Zeit-für-Geld Modus. Das bedeutet, unsere beruflichen Rahmenbedingungen sind bereits in messbaren Grössen eingebettet. Hier ein paar Beispiele, wie Du Deine Leistungsausweis in Zahlen ausdrücken kannst:

  • Steigerung der Kundenzufriedenheit um 30% durch proaktive Nachbearbeitung der Kundenanfragen.
  • Reduktion der Durchlaufzeiten um 15% durch verbesserte Abstimmung mit der Logistikabteilung.
  • Reduktion der Supportanfragen um 8% aufgrund verbesserter interner Kommunikation mit den Aussendienstmitarbeitern.
  • Effizienzsteigerung der Reinigungsarbeiten und daraus resultierender Umsatzgewinn von monatlich 15’000 CHF.
  • Täglich 150 Kundenanrufe getätigt mit dem Ziel,  die Erweiterung des Portefeuilles voranzutreiben und die Markenbekanntheit auszubauen.

2. Der FRÜHE VOGEL FÄNGT DEN WURM (89% Boost)

Es ist Samstagnachmittag. Endlich findest Du die Zeit ein paar Stellenportale zu durchforsten. Du bist zwar nicht aktiv auf Stellensuche, spielst aber mit dem Gedanken etwas Neues zu wagen und aus dem Alltagstrott Deines Jobs auszubrechen. Einfach mal zu schauen was passiert, wenn Du Dich unverbindlich bewirbst. Und wenn es nicht klappt, macht es ja auch nichts. Du hast ja einen Job.

Und da entdeckst Du ihn –  Deinen absoluten Traumjob! Das Herz schlägt plötzlich schneller, in Deinem Kopf schiessen Gedankenblitze hin und her und Du spürst plötzlich ganz deutlich, ja ich will diesen Job!

Du haust gleich in die Tasten, verpasst Deinem verstaubten Lebenslauf ein Lifting und brütest ein aussagekräftiges Motivationsschreiben aus.

Nach gefühlten 7 Stunden ist es vollbracht und Du hast es geschafft, die Bewerbung noch vor Deinem Samstagabendprogramm zu versenden.

Schade. Du hast gerade Deine Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, auf ein Minimum reduziert!

TalentWorks hat nämlich herausgefunden, dass es eine grosse Rolle spielt, zu welchem Zeitpunkt Du Deine Bewerbung versendest. Die grössten Chancen auf Erfolg hast Du, wenn Deine Bewerbung am Montag das Postfach des Personalers erreicht. Dienstag und Mittwoch sind auch noch OK, aber versende Deine Bewerbung lieber nicht gegen Ende der Woche oder gar am Wochenende.

Und nicht nur der Wochentag spielt eine erhebliche Rolle: Die Studie hat auch bewiesen, dass die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung mit der Uhrzeit korrelieren (89% Boost). Brenne Dir diesen Indsidertipp ins Gedächtnis und versende Dein Bewerbungsdossier nie nach 10 Uhr morgens.

Das macht aus menschlicher Sicht sehr viel Sinn: Am morgen sind Personaler frisch, leistungsbereit und möchten Pendenzen möglichst schnell erledigen. Zudem hast Du vor 10:00 Uhr weniger Konkurrenz, denn die Mehrzahl der Bewerber meldet sich zwischen 10:00 Uhr und 15:00.

«Dr ender isch dr gschwinder» – dieses Berndeutsche Sprichwort gilt auch für den Bewerbungsprozess. Deine Bewerbung sollte innerhalb der ersten 4 Tage nach Erscheinen des Stelleninserats beim Arbeitgeber eingereicht werden.

Bewerbungen auf den letzten Drücker, also in der Woche vor Einsendeschluss sind nahezu chancenlos. Je grösser Deine Konkurrenz, desto mehr Möglichkeiten hat ein Recruiter, Deine Bewerbung mit derjenigen eines Top-Kandidaten zu vergleichen, bevor er Dich aussortiert, oder eben nicht.

Anstatt Deinen Ersteindruck gegen 5 oder 10 Bewerber messen zu müssen, musst Du Dich vielleicht bereits gegen 50 erstklassige Kandidaten durchsetzten. Erspar Dir den Schlussspurt und richte Dir lieber Job-Abos ein oder mach es Dir zur Gewohnheit, täglich auf dem Stellenportal Deiner bevorzugten Firma vorbeizuschauen.

3. 50% sind gut genug (192% Boost)

Du hast bestimmt schon das eine oder andere Mal beim Lesen der Stellenanforderungen den Kopf geschüttelt, oder? Was da alles verlangt wird, kann nicht mal die eierlegende Wollmilchsau anbieten!

Du hast das Gefühl, dass Du nicht mal die Hälfte der Anforderungen abdeckst und bewirbst Dich nicht. Speziell wir Frauen tendieren dazu, uns nur zu bewerben, wenn wir mindestens elfundneunzig Prozent der Anforderungen erfüllen.

Falsch gedacht! Die Studie von TalentWorks hat ganz klar bewiesen, dass Du «nur» 50% der Anforderungen erfüllen musst, um richtig gute Chancen zu haben. Ab 60% Abdeckung der Stellenanforderungen werden interessanterweise Deine Chancen nicht grösser. Konkret heisst das:

  • Erfüllst Du 40-50% der Anfroderungen, steigen Deine Einladungschancen um 85%
  • Bei 50-60 % steigt Deine Erfolgschance um 192%
  • Erfüllst Du mehr als 60% macht das keinen grossen Unterschied mehr

Was lernst Du daraus? Bewirb Dich unbedingt, auch wenn Du nur die Hälfte der Stellenanforderungen erfüllst!

4. Plane Deine Stellensuche frühzeitig (149% BOOST)

Du ahnst es vielleicht schon: Ja, es hat einen Einfluss darauf, einen sogar erheblichen, ob Du Dich in ungekündigter Anstellung befindest oder ob Du Dich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewirbst.

Laut TalentWorks hast Du um 149% höhere Chancen im Bewerbungsprozess, wenn Du Dich zur Zeit der Stellensuche noch in einem Angestelltenverhältnis befindest.

Darum ist es wichtig, schon bevor der Leidensdruck in Deinem aktuellen Job unerträglich wird und Du künden willst, Deine Bewerbungsunterlagen einsatzbereit zu haben und Dich zu bewerben.

Natürlich gibt es Momente, in denen Du künden solltest, auch ohne eine gesicherte Folgestelle. Und zwar dann, wenn Deine physische oder psychische Gesundheit sehr darunter leidet. Solche Beweggründe entwickeln sich aber nicht über Nacht und sind absehbar. Bereite Dich also frühzeitig vor, wenn Du in Deinem Job keine Erfüllung mehr findest, Dich nicht weiterentwickeln kannst oder eine neue Herausforderung brauchst. Brauchen und Suchen sind nämlich zwei verschiedene Paar Schuhe – auch aus Sicht eines Personalers.

5. Wie HOCH stehen Deine Chancen den Job tatsächlich zu bekommen?

Der heutige Bewerbungsprozess gleicht einem Marathon. Wenn Bewerber 2008 täglich rund 2.5 Stunden für die Jobsuche investierten ist diese Zahl 2017 um eine ganze (Lebens-)stunde gestiegen. So wird die Stellensuche quasi zu einem Teilzeitjob in sich. Einerseits prüfen Bewerber intensiver, bei welchem Arbeitgeber sie sich verpflichten möchten und andererseits erhalten Arbeitgeber pro Stellenausschreibung eine grössere Anzahl an Bewerbungen. Das bedeutet für Dich, dass Du Dich auch auf mehr Stellen bewerben musst als vor 10 Jahren weil Du automatisch mehr Absagen bekommst.

Wie realistisch stehen nun Deine Chancen, nach der ersten Hürde, dem Vorstellungsgespräch, tatsächlich den Job zu bekommen? *Trommelwirbel* – bei mageren 2%!

Uff, das musst Du nun erstmal ein wenig verdauen, ich weiss. Aber eine Kehrseite hat auch immer etwas Glanz: Mit dem Wissen um die geringen Chancen kannst Du die zahlreichen Absagen viel leichter annehmen!

Bewerbungsabsagen strapazieren das Selbstwertgefühl, was sich wiederum in Deiner Motivation und sogar in den Texten Deiner Unterlagen widerspiegelt.

Ein positives Mindset ist aber enorm wichtig, um Türen zu öffnen, neue Wege zu gehen und kreativ zu sein. Lass Dich also von den Absagen nicht entmutigen!

Als Richtwert, je nach Branche und Erfahrung, kannst Du davon ausgehen, dass Du ca. 150 Bewerbungen versenden musst, ehe Du tatsächlich einen Vertrag unterschreibst.

Zusammenfassung

Hier noch einmal die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Studie: 

  • Quantifiziere Deinen beruflichen Hintergrund mit Kennzahlen
  • Versende Deine Bewerbung an einem Montag, vor 10:00 Uhr vormittags und tue es innerhalb der ersten 4 Tage nach Erscheinen des Inserats.
  • Bewirb Dich in jedem Fall, wenn Du 50% der Stellenanforderungen erfüllst
  • Nimm Absagen nicht zu ernst – Deine Chancen den Job zu bekommen stehen bei «nur» 2%
  • Halte Deine Bewerbungsunterlagen jederzeit aktuell und plane Deinen Stellenwechsel frühzeitig

Abschliessend möchte ich Dir noch sagen, dass es noch viele andere Faktoren gibt, die über den Erfolg oder eine Absage entscheiden. Wichtig ist, dass Du diejenigen Faktoren identifizierst, die in Deinem Wirkungsbereich liegen und Du Deine Bewerbungsstrategie gezielt darauf ausrichtest.

 

 

Quellenangaben: The Definitive Guide to the Science of the Job Search — 2018 In Review

Selma Kuyas

Selma Kuyas

Job Coach & Bewerbungsexpertin

Ich bin Selma, Deine Bewerbungsexpertin und Mutmacherin – mit meiner Unterstützung landest Du sicher bei Deinem Karrieresprung!

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