Spontan bewerben?

Hast Du Dich schon mal spontan beworben? Einfach so? Nein? Dann los, denn Mathe gibt mir Recht! Die Chance auf Erfolg ist rein mathematisch viel höher, wenn man einziger Bewerber und nicht einer von hundert ist.

Mein Tipp: Der Onepager

Mit einem kurzen und knappen Lebenslauf streust Du Deine Arbeitsbereitschaft im Nu in Deinem Netzwerk. Jeder hat Zeit, eine A4 Seite zu überfliegen. Deshalb sind Onepager das Format der Wahl, wenn es darum geht, sich unverbindlich vorzustellen. Achte darauf, auf Deinem Onepager nicht zu viel Information reinpacken zu wollen. Oft ist nämlich weniger mehr – zeige Aspekte Deiner Persönlichkeit, mit einem Zitat, einem Bild oder Deinen umgesetzten Projekten. Auf was Du sonst noch alles achten solltest, darauf liefert das Team von Careerplus tolle Antworten. 

„Eine Spontanbewerbung ist eine «Bewerbung auf gut Glück». Der Kandidat bewirbt sich bei einem Unternehmen, ohne dass dieses eine konkrete Stelle ausgeschrieben hat. Mit der richtigen Vorbereitung, einem einzigartigen Motivationsschreiben und einem tadellosen Lebenslauf bestehen durchaus gute Chancen auf ein Vorstellungsgespräch. Denn: Nicht nur zeugt eine Spontanbewerbung von Ihrer überdurchschnittlichen Motivation, auch müssen Sie sich nicht gegen andere Konkurrenten durchsetzen. Doch gerade weil eine Initiativbewerbung nicht mit Dutzenden anderen Schreiben zusammen eintrifft, wird der Empfänger genau hinschauen. Einfältige, fehlerhafte und unstrukturierte Bewerbungen landen umso schneller im Papierkorb.

 

Gründliche Recherche

Das Geheimnis einer erfolgreichen Spontanbewerbung liegt in der sorgfältigen Vorbereitung. Eine gründliche Recherche ist dabei das A und O. Finden Sie so viele Informationen über das Unternehmen wie nur möglich. Studieren Sie dabei nicht nur die Firmenwebsite, sondern durchforsten Sie auch Google, Business-Plattformen, Zeitungs- und Onlineartikel. Wie ist die Firma organisiert? In welchen Geschäftsfeldern braucht das Unternehmen Unterstützung? Was schreibt die Presse über die Firma? Machen Sie sich ein umfassendes Bild zum Unternehmen und definieren Sie anschliessend Ihr eigenes Stellenprofil. Wo liegen Ihre Stärken? Welchen Mehrwert können Sie dem Unternehmen bieten? Welche Position im Unternehmen passt am besten zu Ihren Qualifikationen? Nach Ihrer Recherche sollten Sie wissen, wo sich Ihre Fähigkeiten mit den Bedürfnissen des potenziellen Arbeitgebers überschneiden. Genau diese Schnittmenge bildet den Kern Ihres Motivationsschreibens.

 Erstkontakt am Telefon

Bevor Sie das Anschreiben verfassen, sollten Sie einen telefonischen Kontakt herstellen. Falls möglich, wenden Sie sich statt an die Personalabteilung direkt an die zuständige Fachperson. Ein Gespräch stellt einen ersten persönlichen Kontakt zum Unternehmen her und bietet Ihnen die Gelegenheit, sich von Ihrer besten Seite zu präsentieren. Notieren Sie die wichtigsten Aspekte des Telefonats und nutzen Sie diese als Anknüpfungspunkt für das Motivationsschreiben.

Motivationsschreiben als Knackpunkt

Das Motivationsschreiben bildet die Essenz Ihrer Spontanbewerbung. Warten Sie nach dem Telefongespräch nicht zu lange, bis Sie Ihre Unterlagen einreichen. Schliesslich haben Sie Ihre Bewerbung bereits angekündigt. Welche Punkte sollten Sie dabei unbedingt beachten?

Anders als bei einer herkömmlichen Bewerbung ist Ihre Stelle hier (noch) nicht vorhanden. Werden Sie darum so konkret wie möglich. Es liegt an Ihnen, ein genaues Bild der Aufgaben und Ziele zu skizzieren. Beschreiben Sie deutlich, welche Stelle Sie sich vorstellen beziehungsweise in welcher Abteilung Sie eine Anstellung suchen. Erläutern Sie zudem, warum Sie genau bei diesem Unternehmen arbeiten möchten und warum genau Sie zum Unternehmen passen. Überzeugen Sie den Empfänger mit einer authentischen, einzigartigen und überraschenden Argumentation. Die Grundlagen dazu haben Sie in der Recherche bereits erarbeitet.

 

Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort

Der Erstkontakt ist hergestellt, das Motivationsschreiben verfasst. Nun können Sie Ihre Unterlagen verschicken. Zwar gibt es nicht den richtigen Zeitpunkt für eine Initiativbewerbung, dennoch sind die Erfolgschancen wegen allfälliger Kündigungen gegen Ende des Monats wahrscheinlich am höchsten. Adressieren Sie das Schreiben an die zuvor per Telefon kontaktierte Person. Nun heisst es abwarten. Sollten Sie innerhalb der nächsten zwei Wochen keine Rückmeldung erhalten, haken Sie telefonisch nach.“

 

Quelle: https://www.careerplus.ch/blog/spontanbewerbung-tipps-erfolgreich

Selma Kuyas

Selma Kuyas

Job Coach & Bewerbungsexpertin

Ich bin Selma, Deine Bewerbungsexpertin und Mutmacherin - mit meiner Unterstützung landest Du sicher bei Deinem Karrieresprung!

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